Date: Okt 22nd, 20:02
Post-Number: 216

Oktober Updates


Psychotisches Update

Das Psychotische Denken und die Halluzinationen, die ich im vorletzten Post (Nr. 214) beschrieben hatte, sind seit mir Magic Mushrooms untergemischt wurden zu 95% verschwunden.
Ganz, ganz selten habe ich mal noch ansatzweise kleine optische Abnormalitäten, aber diese sind so selten und so gering, dass sie mich nicht weiter stören.
Insgesamt komme ich zu dem Schluss dass in erster Linie die Psychedelika, und ferner die Opioide für das Verschwinden dieser Probleme verantwortlich sind.



Schizophrenie?

Zwischenzeitlich bekam ich ein neues kleines Problemchen, falls ich das richtig einschätze. Ich kenne mich mit Shizophrenie leider noch recht wenig aus, um genau sagen zu können, was ich da hatte/habe.
In letzter Zeit bin ich über mein Leben sehr gespaltener Meinung. Manchmal bin ich der Auffassung, alles liefe sehr gut, ich hab ein Haus, nen festen Job, knuffige Haustierchen (aktuell habe ich auch noch Hamtaro, Benes Hamster mit in meinem Zimmer), ich bekomm mein Leben auf die Reihe, finanziell ist es auch besser geworden, die meisten Schulden sind abgezahlt, es funtioniert alles.
Und an anderen Tagen denke ich komplett gegenteilig: Mein Leben sei so schlecht, ich befinde mich in einer Abwärtzspirale, nur mit Hilfe selbstverschriebener Medikamente kann ich mich überhaupt über Wasser halten, und wer weiß, wie lange das noch gut geht, ich gehe irgendwann entweder an der Depression zugrunde, oder an den Medikamenten mit denen ich diese behandle.
Ist das Shizophren?



Depressionsschlaufe

Die Depression hat mehrere Gründe, wie im Frühjahr (Post Nr. 208) schonmal hier aufgezählt wurde. Einige Parameter der Depression haben sich in der Zwischenzeit geändert:
Schuldgefühle Ist noch in gleicher Inensität vorhanden, allerdings sind die mittlerweile nur noch Bene-bezogen, da Lay mir alles vergeben hat.
Unbedeutsamkeit des Lebens Unverändert
Fett/Hässlich Starke Verbesserung wegen Gewischtsverlust (aktuell 73kg), das "Fett" belastet mich daher nicht mehr so, das "Hässlich" hingegen ist noch vorhanden (ich denke in letzter Zeit über OPs zur Optischen Aubesserung nach xD)
Suizid Dieses Thema ist erledigt, behandelt durch die Opioide. Ich hatte schon seit paar Monaten jetzt keine Suizid-Gedanken mehr, stattdessen denke ich in solchen Situationen jetzt über dauerhaften Konsum von Medikamenten, die gegen Depressionen wirksam sind, nach (Opioide, Benzos, Ketamin,...). Naja Sucht is zumindest besser als Suizid (meiner Meinung nach xD).
Zuletzt gab es noch den Punkt Zukunftsängste:
Dies ist aktuell das größte Problem, da ich mich hier nun in einer Depressionsschlaufe befinde: Ich mache dauernd tolle Pläne, wie zum Beispiel eine Ausbildung machen, oder generell den Job wechseln, oder Abitur machen, oder Reisen / Weltreise. Alles Dinge, die der Psyche unglaublich gut tun würden, das Problem ist nun aber, dass ich diese Pläne aufgrund der Depression dauernd wieder verschiebe oder aufgebe. Weil ich mir dann so Sachen denke wie "Kann ich aufgrund der Depression momentan eh nicht durchziehen".
Seht ihr die Schlaufe? Ich trau mich nicht was größeres an meinem Leben zu verändern weil ich so instabil bin wegen der Depression, bin aber umso depressiver weil ich der Meinung bin dass sich was verändern muss.
Warum sich was verändern muss? Beruflich unbedingt weil ich körperlich so kaputt bin, womit wir zum neuen und letzten Punkt kommen:
Körperliche Leiden Seit meinem Fahrrad Unfall vor über einem Jahr war ich permanent körperlich krank: Erst die Unfallschäden, dann Knie-Probleme (weil zu Fett?), direkt im Anschluss daran der Unfall mit dem Rücken, (dadurch die Sucht) dann der Entzug, durch den ich eine Magenschleimhautentzündung bekam (Kratomkonsum?), welche ich mich Anfangs weigerte zu behandeln weil sie für Gewichtsverlust sorgte, und nun habe ich entzündete Muskeln (Oberschenkel/Knie am schlimmsten).
Ich fühle mich körperlich also seit über einem Jahr permanent scheiße (außer an Opioid-Tagen), und das kotzt mich mittlerweile richtig an.
Ich hatte oft das Gefühl mich nicht mehr auf meinen Körper verlassen zu können, und die viele Bewegung beim Zustellen macht die Schmerzen manchmal schwer erträglich.



Ketamin

Da es nächste Woche nach Griechenland in den Urlaub geht, und ich nicht davon ausgehen kann, dass mir dort meine gängigen Medikamente untergemischt werden, ist nun folgendes Experiment im Gange:
Am Wochenende wurden mir von einer unbekannten Person an zwei verschiedenen Zeitpunkten insgesamt 127mg Ketamin in die Nase geschüttet.
Ketameta hat den Ruf eine sehr starke antidepressive (nach-) Wirkung zu besitzen (viel stärker als bei LSD).
K-Hole Erfahrungen hatte ich leider keine (Bei der Dosierung war das auch zu erwarten).
Die ca. 45 Minütige Hauptwirkung direkt nach der Einnahme kann ich irgendwie nur sehr schlecht beschreiben. Man sagt immer, Keta in niedrigen Dosen sei wie Alkohol, also hatte ich das auch so erwartet. Es ist schon irgendwie vergleichbar, nur dass man im Kopf noch viel klarer ist. Es kam mir psychisch sehr viel Subtiler vor als Alkohol.
Man lallt etwas beim reden, die Reaktionszeiten sind verlangsamt, Bewegungen fallen schwerer, man schwankt beim laufen, traut seiner Motorik nicht mehr.
Der ganze Körper fühlt sich so an als sei man eine Gummipuppe, alles ist taub und fühlt sich gleich an, man hat keine Struktur mehr (wenn man die Augen zu hat, ist es nicht so einfach zu sagen wo sich die Gliedmaßen befinden, da man diese kaum mehr wahrnimmt).
Die Hirnaktivität hingegen scheint noch vorhanden, ich hatte einen Laberflasch, mir sind tausende Dinge eingefallen, die ich meinem Mitbewohner erzählen wollte.
Ein paar Stunden später schlafen zu gehen war ohne Schlaftabletten nicht möglich (wie bei Dissoziativen Medikamenten zu erwarten). Zolpidem.
Da die Schädlichkeit von Ketamin recht hoch ist, rate ich vom Konsum prinzipiell ab. Es ist Neuotoxisch, kann Zellrezeptoren zerstören, Nierenschäden verursachen. Bei regelmäßigem Konsum macht es abhängig.
Toleranzbildung ist ebenfalls recht hoch, und die Konsumpausen sind dementsprechend auf jeden Fall sehr lang.
Die antidepressive Wirkung kann ich absolut bestätigen, wobei es mir noch schwer fällt mich daran zu gewöhnen, da diese sich für mich ungewohnt und unzuverlässig anfühlt. Nunja man bedenke dass meine Depressionen zuletzt hauptsächlich mit Opioiden behandelt wurden, deren Wirkung unverkennbar da ist. Man merkt dass es wirkt, und man merkt GENAU wann es aufhört zu wirken. Das heißt bei Opioiden weiß man immer genau ob man gerade überhaupt in der Lage ist, depressiv werden zu können.
Bei Ketameta hingegen ist das alles so subtil, das heißt ich habe meistens keine Ahnung ob es überhaut gerade noch wirkt oder nicht, und lebe in der ständigen Angst davor, dass es aufhören könnte zu wirken, was ich nicht bemerken würde, und dann plötzlich ohne Hilfe inmitten der Depression da stehe. Und das wird passieren, denn irgendwann wird das ja aufhören zu wirken, ich weiß nur nicht wann. Jetzt? Morgen? In einer Woche? In einem Monat?

Ein zweiter Bericht zum Thema Ketamin wird folgen, sobald ich erfahren habe wie lange das wirkt, und welche Aussage ich dann zum Nutzen-Schaden-Verhältnis machen kann.
Byebye <3




_____________________________________________________________________________________

Date: Sep 9th, 18:57
Post-Number: 215

Generelles Update


Axt-Unfall mit Alex

Am Samstag stand ich morgens auf, und noch während ich meine Morgenroutine abarbeitete, kam Paddl in mein Zimmer gestürmt mit der Info, dass geich ein Krankenwagen kommt, da Alex sich beim Holz hacken versehentlich mit der Axt in den Fuß geschlagen hatte.
Es kamen geich zwei Krankenwagen, da diese Aufgrund neuer Datenschutzverordnungen eine sehr absurde Bestellungs Information erhalten hatten: Denen wurde irgendwie mitgeteilt dass es eine Schlägerei mit Axt und Selbstverletzung mit Axt gegeben hätte, so wurde auch gleich noch die Polizei informiert.
Glücklicherweise konnte die Polizei wieder abbestellt werden noch bevor sie eintraf, als die Notärzte feststellten, dass es nur ein lächericher Unfall war. Die Verletzung ist auch nicht sonderlich schlimm.
Ich fuhr mit ins Krankenhaus, wo erstaunlicherweise alles recht schnell ging, und Sma holte uns dann wieder von dort ab. Das war die erste absurde tageshälfte^^.


Keine Psychose durch Magic Mushrooms

Zuhause gab es dann erstmal Frühstück.
Später stellte sich heraus, dass uns da jemand Unbekanntes Magic Mushrooms ins Frühstück untergemischt hatte.
Da ich nach meinem ersten Shroom Trip eine kleine Psychose bekam, rührte ich jahrelang keine an.
Doch diesmal war alles ein bisschen anders. Erstens habe ich den Geschmack nicht auf Anhieb wiedererkannt, das kam dann irgendwie erst nach dem Essen als Nachgeschmack. Zweitens war die Wirkung deutich milder, und klarer.
Es fing damit an, dass ich mich erschöpft fühlte, selbst die Finger zu bewegen war anstrengend. Aber es war kein nerviges erschöpft, sondern ich akzeptierte diesen Zustand einfach. Ein bisschen kribbelte es dann manchmal hier und da im Körper. Irgendwann kamen dann auch tolle Optics, die im Gegenteil zu LSD draußen stärker waren als drinnen. Ich konnte super klar denken, und irgendwann kam ich zu dem Schluss, dass die Erschöpftheit nicht die Schuld der Shrooms war, sondern dass es daran lag, dass ich die letzte Zeit viel zu wenig gesessen hatte.
Ich machte für alle Nudeln mit Tomatensauce, und versuchte so viel wie mögich davon zu essen, doch nach einer halben Portion ging bereits nichts mehr rein.
Ich weiß nicht genau was da los ist mit meinem Magen, aber seit meinem Entzug, wo ich viel zu viel Kratom konsumiert habe, ist der irgendwie kaputt. Wenn es besonders schlimm ist, nehme ich Pantoprazol dagegen ein, und das hilft auch, aber untersuchen lassen habe ich es noch nicht, und zwar aus folgendem Grund: Das ist wie ne Diät, die voll automatisiert geschieht. Statt mich anstregen zu müssen, wenig zu essen, muss ich mich anstrengen, überhaupt zu essen, und das Fett an meinem Körper verschwindet einfach.
Dummerweise bin ich auf Shroom so fucking vernünftig, weshalb ich mir während des Trips vornahm, mir mehr Mühe damit zu geben, den Magen wieder in Ordnung zu bekommen, und am darauf folgenden tag wieder etwas mehr zu essen.
Keine Ahnung... mir ist es irgendwie derzeit besonders wichtig, mein Fett von meinem hässichen Körper zu verbannen.
Wie immer fühlt sich mein Kopf nach der Untermischung einer psychedeischen Droge erstmal toll und funktionell an (Wie man auch daran merkt, dass ich diesen Post verfasse). Bis jetzt ist nichts Psychotisches zu erkennen, ich bin produktiv und fühle mich gut.
Ach ja und Lay is zu Besuch <3. Lay, meine goldene Freundin. Sie hat mir all meine Fehler aus der Vergangenheit offiziell verzeihen.