Date: Feb 22nd, 21:30
Post-Number: 205

Routinen und Rituale


Für ein freies Köpfchen
Ohne es zu wissen, hatte ich, bevor ich ins OPN gezogen bin, relativ wenig Kontrolle über mein Leben. Die Dinge kamen einfach so auf mich zu, ich habe nie lang geplant, und habe auch selten was auf die Reihe bekommen. Sebstverständlich lag das hauptsächlich an meinen Depressinen und so.
Im OPN habe ich dann herausgefunden, dass Routinen und Rituale, wie z.B. der Wabata (Wasch & Badetag) mir viel mehr Kontrolle geben. Allein dass ich nie wieder darüber nachdenken muss, wann ich meine Wäsche wasche, und immer genug saubere Keidung zur Verfügung habe, sodass ich nie mehr mit dem Problem konfrontiert bin, dass ich nichts zum anziehen habe, macht den Kopf frei.
Anfangs fand ich es anstrengend und nervig, mich immer an den Wabata zu halten, aber irgendwann wurde es ganz selbstverständlich. Es wird einfach garnicht mehr hinterfragt, sondern einfach gemacht, weil es immer an dem Tag gemacht wird. So selbstverständlich wie das Zähneputzen vorm Schlafen.

Noch ein freierer Kopf?
Nun frage ich mich, ob ich noch mehr Dinge routinieren soll, um den Kopf noch freier zu bekommen, und dammit auch mein Leben noch besser kontrollieren zu können.
Eine Morgen-Routine schwebt mir da als ein Beispiel vor. So muss man sich nach dem Aufstehen erstmal um noch garnichts Gedaken machen und die erste Stunde des Wachseins findet völlig automatisch statt, bis dann auch der Kopf komplett gebootet ist, und so verschwendet man morgens vielleicht weniger Zeit, bzw. schafft es, sachen zu machen, auf die man sonst wenig Bock hat...?
Oder einen Aktivitäts Tag, wo es einen festen Wochentag gibt, an dem man Pflicht-Bewegung hat, eine Sportart z.B., damit man gesund bleibt...?
Oder einen festen Aufräum und Putztag...?

So etwas nimmt zwar flexibilität weg, aber ich kann mir vorstellen, dass es das Leben langfristig echt erleichtern kann, und man dadurch mehr kapazitäten frei bekommt, um sich um die wichtigen Dinge (wie die Psyche) zu kümmern.




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Date: Feb 14th, 23:46
Post-Number: 204

Was andere Denken


Empathie
Wie bereits erwähnt, habe ich die Empathie entdeckt. Mit anderen mitfühlen zu können, nachzuempfinden warum jemand bestimmte Gefüle hat, und verstehen zu können, warum jemand handelt wie er handelt, ist eine tolle Eigenschaft, die ich jedem Mensch empfehlen würde^^
Ich hatte früher viel zu wenig davon, was leider oft dazu führte, dass ich Menschen schlecht verstehen konnte. Dies führte dann auch gelegentlich mal zu Streit oder ähnlichem, wenn ich zum Beispiel eine Handlung nicht verstande hatte, und die anderen dann beschuldigt habe, irrational zu sein.
Ich glaube mein Vater hatte dieses Problem auch.

Silvester 2017-2018
Das erste mal aufgefallen ist es mir an Silvester, als ich mit Freunden bei einem Freund (H.) zuhause "feierte".
Irgendwie gab es ein Missversändnis, sodass ich davon ausging, es gäbe in dieser Nacht keinen Alkohol, sodass ich mich schon Stunden vorher mit einer MAO-Hämmenden Substanz (Muskatnuss) auf einen anderen Konsumplan vorbereitete, denn nüchtern sein wollte ich nicht, an meinem 2.-liebsten Feiertag (nach Halloween). Als wir dann bei H. ankamen, hatte er plötzich doch Alkohol da, und das Missverständis flog auf.
Da ich ja nun schon den MAO-Hämmer im Körper hatte, wollte ich keinen Alkohol mehr trinken (weil Alkohol in der Situation sehr viel giftiger für mich gewesen wäre, als normalerweise), und so verfolgte ich weiter meinen Konsumplan, und H. verfolgte seinen.
Ich bin offen mit meinem Konsum umgegangen und wurde dafür heftig kritisiert, besonders dann, als ich am Ende noch den Sahnespender auspackte, um eine Portion Schlagsahne zu essen.
Der Konsumplan von H. bestand aus einem unbedachten Mischkonsum von viel Alkohol und viel Koffein, der nicht lange gut ging, denn kurz nach 0 Uhr klagte er über extreme Kopfschmerzen.
Erstmal war ich kurzzeitig sehr gereizt, weil ich es einfach nicht glauben konnte, dass die das alle nicht raffen: Dass ich für meinen durchplanten und nahezu risikofreien Konsum so stark kritisiert wurde, aber H. dann derjenige war der mit starken Kopfschmerzen den Tag beendete, weil er kein bisschen nachgedacht oder recherchiert hat, ob so viel Alkohol sich denn überhaupt mit so viel Koffein verträgt.
In dem Moment als die Gereiztheit verflog, bekam plötzlich so ein tiefes Verständnis für die Leute um mich herum. So wie ich keine Ahnung von bestimmten Themen habe (Ich kann z.B. nicht sagen wie die Vögel heißen, die draußen rumfliegen), hatten sie sich scheinbar einfach noch nie mit ihrem eigenen Konsumverhalten beschäftigt. Ich fand das plötzich so nachvollziehbar, dass ich dachte "das hätte zu nem früheren Zeitpunkt genauso gut mir passieren können", und bekam ein Gefühl dazu, was ich vorher kaum von mir kannte: Verständnis.

Was andere denken und fühlen
Nachvollziehen zu können, was in den Köpfen meiner Mitmenschen vor sich geht, gibt mir seither immer wieder neue Denkansätze, und Theorien, zum Beispiel über persönliche Fragen wie: "Warum ist Beziehung X kaputt gegangen?", "Warum ist der Kontakt mit Person Y abgebrochen?", "Warum habe ich mich mit Person Z zerstritten?". Und nicht selten stelle ich fest, dass mein damaliger Mangel an Verständis für andere Leute vermutlich einen Großteil solcher sozialen Probleme hervorgerufen hat.
Mal davon abgesehen, dass ich (scheinbar) erst "Drogen" brauchte, um diese Fähigkeit in meinem Gehirn freizuschalten, und Anfangs auch unsicher war, wie ich damit umgehen soll, bin ich jetzt doch sehr froh darüber, dass es so gekommen ist. Es ist so praktisch, ich bemerke ständig neue Situationen, in denen mir diese Fähigkeit von großem Nuzen ist!

Warwara wurde kastriert
Ist jetzt hier zwar ein wenig off-topic, aber ich wollt dafür jetzt keinen neuen Post öffnen ;D
Meine kleine Katze Warwara wurde diesen Montag kastriert, und scheint alles gut überstanden zu haben. Sie läuft schon wieder (langsam und nur kurze Streken) umher, und futtert auh schon wieder ordentlich.

Schulden-Update: ca. 3120 Euro Gesamtschulden.




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Date: Jan 24th, 20:46
Post-Number: 203

Katzenkinder Update


Meine Glückskatzen
Die beiden getigerten männlichen Kitten von Olgas Wurf im letzten Jahr hatte ich schlussendlich über die lokale Tageszeitung an neue Besitzer vermittelt.
Die beiden schwarzen, die ja weibchen sind, leben momentan noch beide bei mir. Eine der beiden soll in ein paar Monaten zu Renate (meine Mutter) umziehen.

Links auf dem Foto ist Warwara, mittlerweile leicht erkennbar dadurch dass sie sie dickere von beiden ist. Sie ist von all meinen Katzen die intelligenteste und innovativste. Sie liebt es, in Teelichter zu starren, wie Menschen gern in Lagerfeuer starren. Ich frage mich was sie denkt...
Die rechts ist Jaqueline, sie ist schlank und beim spielen immer die wildeste. Lasst euch von dem Namen nicht beirren, den hat sie sich wegen ihrer Tollpatschigkeit und motorischen Ungenauigkeit verdient ;D. Da sie mein "Nesthäkchen" ist, sehr sozial, freudlich und verspielt, ist sie auch diejenige, die zu Renate soll. Denn ich denke dass sie die am besten geeignete Katze ist um mit der alten Beach zusammen zu leben.

Schon so groß wie Mama Olga





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Date: Jan 13th, 08:45
Post-Number: 202

Die Therapie-Erfolge des letzten Jahres


Spätsommer 2017
Mein Alkohol-Konsum wurde mir Mitte des Jahres 2017 irgendwann einfach zu viel, und ich begann nach einer Alternative zu suchen, die nicht so gesundheitsschädigend ist, und mir dennoch die antidepressiven Effekte liefert, die ich meinte zu brauchen, um durchs Leben gleiten zu können.
Alle empfahlen mir natürlich erstmal, mir Cannabis verschreiben zu lassen. Davon war ich nicht sehr begeistert, da ich ja nun seit einem vollen Jahr Nichtraucher war, und auch am Vaporisieren kein Iteresse hatte, da ich darin die Gefahr sah, wieder ein Bedürfis zum Rauchen zu bekommen.
Dann kam mir die Erkenntis: "Es ist Zeit, nicht mehr deine Depressionen zu behandeln, sondern die Ursachen dieser!"
Es war genau der richtige Moment. Ich war bereit, mich zu verändern, und das ganze leiden hinter mir zu lassen.

Eigentherapie
Um sich selbst zu Therapieren muss man sich in einen Zustad versetzen, in dem man therapierbar ist: Ein Zustad bei dem man einer Selbstauflösung zumindest sehr nahe kommt. Einige schaffen das durch Meditation, andere leider nur durch Medikation ;)
Die erste Therapie war eigentlich nur als Test gedacht, von dem ich mir noch gar keine Erfolge erhoffte, aber dennoch stellte ich in den darauffolgenden Tagen und Wochen enorme Verbesserungen in meinem Verhalten fest:
- Weniger Komplexe mehr wegen meines Körpers (in Bekleidung),
- Ohne mein Plüschtier verreisen, und auch auswärts übernachten können und
- Lebensmittel kaufen können, denen ich vorher aus irrationalen Gründen nicht getraut habe (Z.B. weil mir der Name der Marke unsympatisch war) waren die ersten Effekte, die ich bemerkt habe.
Natürlich war das ein riesen Ansporn, die Therapie fortzuführen.
Insgesamt habe ich 2017 dann 5 solche Therapie-Sitzungen abgehalten. Hier die hinzu gekommenen Ergebnisse:
- Nahezu KEINE Komplexe mehr wegen meines Körpers (in Bekleidung)
- Viel offener (neues Ausprobieren)
- Verständnis für alle mir bekannten Religionen und deren Zweck
- Erkennung der Ursache: Warum mein Realvorname in mir Schmerz und Aggressivität auslöst
- Ich ziehe mich weniger zurück und bin geselliger geworden, mehr Interesse an anderen Menschen allgemein
- Weniger Depressionen, und dadurch:
- Mehr bereitschaft, die Baustellen meines Lebens zu bearbeiten
Und das beeindruckenste zum Schluss:
- VIEL MEHR EMPATHIE! Damit bin ich erstmal komplett überfordert, um ehrlich zu sein. Und teilweise verfluche ich es auch. Ich habe nun irgendwie permanent das Bedürfnis, Menschen zu helfen, und daran mitzuwirken, dass es allen gut geht.
Auch im Jahr 2018 werde ich diese Art von Eigentherapie weiter fortführen, um noch mehr tolle Ergebnisse zu erziehlen.




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Date: Jan 2nd, 23:17
Post-Number: 201

Vorsatz und Schulden Analyse zum Jahreswechsel


"- Schulden reduzieren auf ca. 2000 Euro" war mein erster Vorsatz für 2017, und siehe da: Wahnsinn! Ich hab es geschafft! Die Kläranlagen-Schulden sin nun auf glatt 2000 Euro abgezahlt.
"- noch mehr Sport machen" ... naja ich glaub ich geb's langsam auf mir das jedes Jahr wieder vorzunhemen, es wird ja doch nix xD
"- Schlafhöle fertig stellen" ... leider nur teilweise: Es gab definitiv Fortschritte (ca. 25%), aber fertig ist das Projekt noch lange nicht.
"- Dachboden fertig stellen" ... letztes Jahr war der Fortschritt ja bei 50%, dieses Jahr sind wir auf 75% hoch, aber leider auch noch nicht fertig.
"- Gästezimmer fertig stellen" ... naja es hat ein "neues" (auf jeden Fall besseres) Bett, und es hat nun Strom! Defiitiv auch ein Fortschritt. Nun braucht es noch Licht und Lichtschalter, Reperaturen am Fenster, Wandfarbe und Auslegware.
"- Nicht Abitur Anfangen" war der letzte Vorsatz, und ich habe zwar vie Russisch gelernt in Vorbereitung auf den offiziellen Start, aber gestartet habe ich noch nicht.

Alte und neue Vorsätze
- Schlafhöle fertig stellen (übernommen)
- Dachboden fertig stellen (übernommen)
- Gästezimmer fertig stellen (übernommen)
- Schnitzen / Bildhauerei lernen
- Schaf helfen
- Werkstatt fertig stellen (mit Hilfe?)
- Kläranlagen-Schulden komplett abgezahlt haben, und wenn machbar sogar ganz Schuldenfrei sein am Ende des Jahres!
- Eventuell offiziell Abitur machen sobald Schuldenfrei?

Schuldenanalyse
2000 Euro Kläranlagen-Schulden
300 Euro Schaf
20,02 Euro Technik
1428,34 Euro Strom
= 3748,36 Euro Gesamtschulden (letztes Jahr um die Zeit: ca. 6500 Euro (Technik-Schulden waren nicht mit einberechnet, sonst ca. 6750 Euro, also klar ein Fortschritt trotz Schulden-umverteilung bzw neu hinzu gekommener Ratenzahlung)




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Date: Dec 1st, 00:02
Post-Number: 200

200 Blog Posts!


Und Helgas diesjährige Winterkollektion


Begeistert!
Da kann jetzt jeder neidisch sein auf meine coole Mütze!^^
200 mal hab ich meinen Senf hier abgegeben...
Ich frage mich wie lange es Shinsou wohl noch gibt, und wie viele Posts es am Ende dann insgesamt sein werden^^